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NPAC: A neuro-philo-action compendium

Junior Research Group (BrainLinks-BrainTools)

Sowohl neurowissenschaftliche Forschung als auch philosophische Theorien basieren auf der Annahme, dass unsere „Gedanken“ (Gründe, Intentionen, Willensakte, Überzeugungen, etc.) in der einen oder anderen Weise unsere Handlungen verursachen und/oder lenken. Neuere empirische Einblicke in die neuronalen Strukturen der Handlungsfähigkeit stellen zudem in Aussicht, intelligente und autonome neurotechnologische Hilfsgeräte für Patienten entwickeln zu können. Um diese Entwicklungen zu unterstützen und zu bereichern zielt das Projekt auf die Untersuchung und Systematisierung des breiten Spektrums an Modellen von Handlungsfähigkeit (agency) in Neurowissenschaft und Philosophie.

Das Forschungsprogramm von NPAC umfasst drei Arbeitseinheiten (work units, WUs). WU1 („Begriffsklärungen“) zielt auf eine systematische Zusammenstellung von Handlungstheorien, um einen umfassenden “begrifflichen Werkzeugkasten” des Phänomens der Handlungsfähigkeit (agency) zu erstellen. WU2 (“Verknüpfung theoretischer und empirischer Erkenntnisse”) zielt darauf, die entsprechenden Begriffe und Theorien mit den neuesten empirischen Erkenntnissen zu verbinden und methodologische Schwierigkeiten zwischen philosophischen und neurowissenschaftlichen Modellen zu untersuchen. Dies soll dazu beitragen, dass (philosophische) Begriffe und Theorien aus dem Bereich Handlungstheorie in (neurowissenschaftlicher und neurotechnologischer) empirischer Forschung eingesetzt werden können. WU3 (“Fokussierung neurotechnologisch assistierter Handlungen”) wird Folgen für und Auswirkungen von neuen Arten neurotechnologisch assistierter Handlungsfähigkeit (agency), die innerhalb BrainLinks-BrainTools erforscht werden, identifizieren.

Der Mehrwert dieses Projekts für BrainLinks-BrainTools besteht in der Bereitstellung von begrifflichen Taxonomien, der Unterstützung von Operationalisierungen handlungstheoretisch relevanter Begriffe und Modelle  für die neurowissenschaftliche Forschung, sowie in der Erarbeitung einer soliden Basis für ethische Einschätzungen von Neurotechnologien.

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