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Mechanized Brains: Challenging embodiment, engineering agency. Philosophical foundations of an appropriate ethical evaluation of neurotechnologies

Research Forschungsprojekt (BrainLinks-BrainTools)

Bi-direktionale Interaktionen zwischen Gehirn und Computer werfen weitreichende ethische Fragen auf. Indem sie ein integraler Teil unseres Gehirns werden, könnten neurotechnologische Werkzeuge mit unserem „Selbst“ interferieren, wodurch komplexe Fragen bezüglich der Beziehung zwischen dem menschlichen Gehirn und der personalen Identität aufgeworfen werden. Das Projekt konzentriert sich auf zwei Aspekte der Personalität, die im Kontext neurotechnologischer Eingriffe besondere Aufmerksamkeit erfordern: Embodiment und Handlungsfähigkeit (agency). Zunächst werden die Folgen der Integration von Neurotechnologie in den menschlichen Körper im Hinblick auf das Körpererleben und Phänomene des Embodiment untersucht. Darüber hinaus konzentriert sich das Projekt auch auf die “aktiveren” Dimensionen der Personalität, indem neurotechnologische Interventionen vor dem Hintergrund von Handlungstheorien untersucht werden. Dies ist insbesondere relevant für neurotechnologische Implantate (brain machine interfaces, BMI), die intendierte Bewegungen aus der Gehirnaktivität eines Akteurs extrahieren sollen, um eine computerisierte Prothese anzusteuern.

Die Erarbeitung interdisziplinär belastbarer Konzeptionen von Embodiment und Handlungsfähigkeit (agency) dient als Basis für eine fundierte Verknüpfung empirischer und normativer Aspekte der Thematik. Um ethische Einschätzungen bieten zu können, die die spezifischen Merkmale von Neurotechnologien berücksichtigen, richten wir unsere philosophischen Untersuchungen an den folgenden Leitfragen aus: Wie kann ein auf die Begriffe Embodiment und Handlungsfähigkeit gestütztes philosophisches Rahmenkonzept dazu beitragen, die Neuartigkeit und spezifischen Charakteristika neurotechnologischer Eingriffe zu erfassen? Und wie können wir, ausgehend von einem soliden interdisziplinären Verständnis von BMIs, präzise normative Kriterien benennen, die als Grundlage für ethische Richtlinien dienen können?

Projektleiter: Prof. Dr. Oliver Müller, Dr. Tonio Ball, Prof. Dr. Volker Coenen, Prof. Dr. Bernhard Nebel, Prof. Dr. Andreas Schulze-Bonhage, Prof. Dr. Cornelius Weiller

Kooperationspartnerin: Prof. Dr. Lore Hühn, Philosophisches Seminar

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